Wieder im eigenen Bus ging der sonntägliche Ausflug quer durch Niedersachsen um am Pferdeapfelturm wieder 3 Punkte einzutüten. Die Hinfahrt verlief eigentlich wie immer: Man war gut gelaunt und bereit für einen weiteren Galaauftritt. Auffällig viele Jugendliche komplettierten die rot-weiße Busbesatzung und brachten ne Menge frischen Wind in die gesamte Tour. In Kleefeld angekommen gab es erstmal ordentlich was auf die Ohren der dort wartenden Rothäute und man beanspruchte schnell die Stimmungshoheit für sich. Da ein Sponsor mit einer Choreo und gratis Bratwurst lockte, war der Turm wieder gut gefüllt. Von der Luftballon-Choreo konnte man leider nicht viel erkennen. Da die Kultfans bisher gegen uns keine größeren Aktionen gefahren haben, hatte man sich eigentlich auf ein schönes Bild - in unschöner Farbkombination - gefreut, besonders da Luftballon-Choreos immer schicke Bilder fabrizieren können.
Von Supporter Seite gab es wieder die rot-weißen Plastikfahnen, welche die Blöcke in rot und weiß teilten. Dazu ein passendes Spruchband und fertig war ein gelungenes Bild. An Kreativität durchaus diskutabel, aber der Effekt war wieder sehr fein. Hübsch waren auch die vielen Wunderkerzen in der gesamten Heimkurve, gab es zwar auch schon oft, wirkt aber auch immer und erinnert an good old times. Auf der Nord gab es noch ein Transparent mit dem ungefähren Wortlaut „Wer hinfällt muss aufstehen“ oder so ähnlich.
Auf dem Eis zeigte sich der ECH auch sehr entschlossen und wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die drohende Niederlage und so blieb das erste Drittel torlos. Gleich nach Wiederbeginn netzte dann aber endlich Stanley zum 0-1 ein, leider waren wir gerade mit dem ausrollen einer Tapete beschäftigt, sodass viele das Tor nicht sahen und auch die Tapete nicht lange leben durfte. Der Spruch, welcher dem Sponsor der ECH-Choreo für das endgültige töten des Kultes dankte, schien aber trotzdem angekommen zu sein.
Durch den Ausgleich der Indios startete man wieder mit reichlich Nervenkitzel in den Schlussabschnitt, dann fuhr unser RÄFF zehn Minuten vor Schluss einen 2 auf 1 Konter und als der Querpass dann ankam und Self die Scheibe in die Maschen jagte, war übelster Pogo angesagt, bei dem sich wohl auch Johnny Rotten gut vergnügt hätte. Eine Minute später dann das 1-3 und der Heimeinhang konnte endgültig einpacken und man hatte serienmäßig wieder am Turm gepunktet.
Beim Topic Stimmung kann man auch wieder sehr zufrieden sein, der Einsatz eines Megafons klappte sehr gut und auch trotz weniger Auswärtsfans als noch in der letzten Saison, war man wieder sehr laut und sangesfreudig. Mit dem Spruch vom Dauersupport muss man vorsichtig sein, aber wirklich Ruhe herrschte nie im Block. Auf der Gegenseite sah man am oberen Ende der Nord immer wieder einige schwarze Pullover bzw. Windbreaker in Bewegung und auch ein paar Fahnen waren in der Luft. Trotz des lange ausgeglichenen Spiels war man von einem Hexenkessel aber weit entfernt, auch wenn man den Heimanhang besonders bei strittigen Situationen mal vernehmen konnte.
Nach dem Spiel dampfte noch ein bisl Rauch durch die Südtribüne und vernebelte so den Abmarsch der Derbysieger. Da die Busse allerdings noch nicht vor der Halle warteten, vergnügte man sich noch etwas mit der zahlreichen Polizei und den freundlichen Ordnern. Heimfans hatten zu diesem Zeitpunkt das Areal schon verlassen.
Auf der Heimreise ging die Party dann noch etwas weiter, bis dann kurz vor Bremerhaven der Bus verkackte und absolut unbeleuchtet auf dem Standstreifen parkte. Eine angenehme Sache ist das nicht, besonders nicht an einem Sonntagabend und wenn auf der Nebenspur dann die Lkws vorbei donnern, kommt schon etwas Unruhe auf. Irgendwann kam dann aber auch der Ersatzbus und so ging es dann ins heimatliche Bettchen und dann kurze Zeit später wieder an die Mühlen der Arbeitswelt.
Zuschauer: 2900, leider nur knapp 250 Winner
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